Reetz bangt um sein Freibad

Reetz. Das Reetzer Freibad ist das einzige in der Gemeinde Wiesenburg/Mark. Im Sommer tummeln sich dort nicht nur Besucher aus dem Ort selbst, sondern auch aus den umliegenden Dörfern. Hauptsächlich viele Kinder nutzen den Badespaß. Mit Fördermitteln der Mittelbrandenburgischen Sparkasse konnte dort im vergangenen Jahr durch die Freiwillige Feuerwehr Reetz und den Dorfverein Sitzbänke aufgestellt werden. Jedes Jahr wird durch Bürgerinnen und Bürger selbst mit Hand angelegt und geputzt und gewerkelt, um das Bad erhalten und öffnen zu können. Bemühungen, auch mit Fördermitteln das Gebäude sowie die sanitären Anlagen zu erneuern, waren jedoch bisher nicht von Erfolg gekrönt, da das Schwimmbad im Eigentum der Gemeinde ist.

Bisher konnte auch jedes Jahr ein Rettungsschwimmer gewonnen werden. Ob das Bad allerdings in diesem Jahr öffnen kann, ist fraglich. Zum einen hängt es mit der Corona-Krise zusammen. Laut der kürzlichen Pressemitteilung des Landkreises wäre eine Öffnung eventuell ab 13. Juli 2020 möglich. Jedoch fehlt bisher der Rettungsschwimmer. Da die DLRG derzeit auch ihre Ausbildungen eingestellt hat, kann der dafür zur Verfügung stehende Anwärter, der sich dazu bereit erklärt hatte, diese momentan nicht absolvieren.

„Ob sich das bis zum Sommer ändert oder es durch Corona wieder eine andere Lage gibt, ist alles offen“, so Ortsvorsteherin Marion Gante. Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen im Ortsbeirat wird hin und her überlegt, welche Möglichkeiten es gibt. Selbst wenn sich jemand finden würde, müsste der bereits im Besitz einer gültigen Rettungsschwimmer-Ausbildung sein. „Vielleicht haben wir aber Glück und es gibt doch einen Rettungsschwimmer aus den umliegenden Orten“, so Marion Gante.

Alternativ wird vorgeschlagen, sollte das Bad dieses Jahr nicht öffnen können, diese Saison dann für notwendige Renovierungsmaßnahmen an Becken und sanitären Einrichtungen zu nutzen. „Das muss jedoch erst einmal mit der Gemeinde abgeklärt werden“, so Marion Gante. Denn das Geld ist knapp und wird durch den Wegfall von Gewerbesteuern durch die derzeitige Lage sicher nicht besser. So wäre die einzige Möglichkeit, die Bauvorhaben in den Maßnahmeplan des Ortes aufzunehmen und als eine zusätzliche Option, Firmen oder Bürger zu gewinnen, die uns hierbei freiwillig und kostenlos mit bestimmten Arbeiten unterstützen würden.

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