Boßeln zu Weihnachten

Wiesenburg. Eigentlich ist Boßeln eine eher friesischen Freizeitbeschäftigung. Aber inzwischen hat diese auch Einzug in andere Regionen gehalten. So auch in Wiesenburg. Beim Countrygolf am Bahnhof kann man sich inzwischen quer durch den Park kullern. Robin Weber hat sich dazu etwas Besonderes einfallen lassen, er packt Picknickpakete. Diese gibt es in verschiedenen Varianten, von einfach bis luxuriös. Mit einem Bollerwagen für den Picknickkoffer, die Bälle und einer Decke können die Gäste dann losziehen.

Die Bälle ähneln fast Bowlingkugeln, sind aber handlicher, haben jedoch ein gewisses Gewicht. „So ab 10 Personen macht es richtig Spaß“, schmunzelt Robin Weber. Und hat  für den Winter auch gleich etwas Neues geplant. Dann gibt es nämlich Glühwein zum Aufwärmen zum Mitnehmen. Eine perfekte Idee für eine Weihnachtsfeier. Immerhin ist das Fest in etwa sechs Wochen und viele Betriebe, aber auch Privatpersonen suchen nach Möglichkeiten für eine Weihnachtsfeier. Die Coronalage macht diese Suche nicht einfach, denn ob man sich mit allen in einem geschlossenen Raum treffen darf, scheint aussichtslos wegen der 3 bzw. 2G Regelungen. Warum also nicht eine Weihnachtsfeier in der freien Natur?

Robin Weber ist vorbereitet. Denn inzwischen ist auch die Modellfahrzeugwelt fertig zum Bespielen. Mit ferngesteuerten Fahrzeugen kann dort gebaggert werden, was das Zeug hält. Wer aber nun denkt, das ist ja was für Kinder, der irrt. „Ich hatte schon Männergruppen, die gar nicht mehr raus wollten“, lacht Robin Weber.

Das Indoorangebot wird weiter ausgebaut. Für die Kleinsten soll ein kleiner Spielplatz drinnen entstehen, ebenso ein Bällebad. Da sind dann die Kinder gut beschäftigt, während die Eltern in Ruhe einen Kaffee genießen können. Robin Weber schwebt ein kleiner Abenteuerspielplatz vor.

Nach wie vor kann natürlich auch gegolft werden. Weiter Ideen für Aktivitäten im Freien sind bereits geboren, aber noch nicht spruchreif. Viel hängt von Anträgen und Genehmigungen ab.

Da die Golfbahnen in die Natur eingebettet sind, müssen sie mehr als andere gepflegt werden. Gerade jetzt im Herbst, wo das Laub von den Bäumen fällt, eine Herausforderung. Im vergangenen Jahr hat es Robin Weber mit einem Laubbläser versucht. „Das hat gar nicht gebracht“, sagt er, „hatten wir das Laub auf einen Haufen gepustet, lag es am nächsten Tag wieder auf der Bahn.“ Dann wurde ein Laubsammler angeschafft, der jedoch wegen einer dreimonatigen Lieferfrist im vergangenen Jahr kaum noch genutzt werden konnte. Aber jetzt ist er voll im Einsatz und macht vieles leichter. Die Sommermonate liefen ganz gut, wie Robin Weber bestätigt. Jetzt wird es schwieriger, zumal wegen Gleisbauarbeiten im Moment keine Züge fahren. So ganz unglücklich ist Robin Weber darüber aber nicht, kann er doch vieles aufarbeiten, was liegen geblieben ist.

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