Die Wette gilt – Reppinichen bekommt schnelles Internet

Reppinichen. Drei Monate liegt die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung für den flächendeckenden Glasfaserausbau zwischen der Gemeinde Wiesenburg/Mark und der DNS:NET zurück. In Folge sollten neben Wiesenburg/Mark auch die Ortsteile Reppinichen mit knapp 200 Haushalten und Schmerwitz mit 150 Haushalten am Rande des Naturparks Hoher Fläming per FTTH-Ausbau erschlossen werden. Seitdem lief auch eine Wette zwischen der Gemeinde Wiesenburg/Mark und DNS:NET. Der kleine Ort Reppinichen wollte den bisherigen Quotenspitzenreiter Börnicke bei Bernau im Landkreis Barnim übertrumpfen, der mit 85 Prozent Vorvertragsquote bislang vorne stand. Nun steht es fest: die Einwohner von Reppinichen haben die 90 Prozent Quote erreicht.

Reppinichen ist somit Quotenspitzenreiter in Brandenburg, der Landkreis Potsdam-Mittelmark liegt nun vor Landkreis Barnim. Das Beispiel von Reppinichen und der Gemeinde Wiesenburg/Mark zeigt, dass ein eigenwirtschaftlicher Ausbau auch in sehr ländlichen Regionen wirtschaftlich ist.

Zu verdanken ist dieses Ergebnis wohl dem Engagement des Ortsbeirates und anderer Bürger. Die gingen von Haus zu Haus, um die Bürger zu überzeugen. „Gerade die Coronazeit hat gezeigt, wie viel schnelles Internet wert ist“, sagte auch Bürgermeister Marco Beckendorf. Denn viele Arbeitnehmer können durchaus von zu Hause aus arbeiten. Jedoch braucht es dazu eine stabile Internetverbindung.

Die verlorene Wette der DNS:NET, wurde am 11. Juni 2022 beim örtlichen Dorffest in Reppinichen beim Bürgermeister Marco Beckendorf, der Ortsvorsteherin von Reppinichen, Doris Bäwert und den Einwohnerinnen und Einwohnern persönlich eingelöst. Zugesagt wurde im März die Ausrichtung und Unterstützung des Dorffestes. „Das was wir versprochen haben lösen wir mit dem heutigen Tag ein. Auf DNS:NET ist Verlass, wir halten unser Wort und lösen Wettschulden am besten sofort ein. Das ist zudem eine der Wettschulden, die man gerne verliert, “ sagt Repräsentant Hardy Heine. Angerollt wurde also höchstpersönlich das Bierfass. Das abendliche Feuerwerk wurde ebenfalls von der DNS:NET spendiert.

Nun kann es also mit dem Ausbauprozess für Reppinichen losgehen, der Ortsteil wird in die normalen Planungsprozesse eingetaktet und im Rahmen der internen Ausbaupläne integriert. DNS:NET geht jetzt in die technische Planung. Je nach Wetterlage ist davon auszugehen, dass das Wiesenburger Netz im nächsten Jahr fertig gebaut ist.

Für das Dorffest hatten sich die Einwohner wieder mächtig ins Zeug gelegt. Der Auftritt der Kita hat schon Tradition und wurde von den Anwesenden mit viel Beifall belohnt. Ebenso das Stück des „Volkstheaters“. Wochenlang wurde für den Auftritt geprobt. Diesmal war das Leben in den neunziger Jahren das Thema. Das produzierte bei den Gästen so einige Lachanfälle. Der Höhepunkt in diesem Jahr war sicherlich das Feuerwerk. Mit Hilfe aller Einwohner war es wieder ein tolles Dorffest.

(Fotos: (c) SylvanaPrawitz und Hans Wiedl)

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