Rettung aus luftiger Höhe

Wiesenburg. Das Beeindruckendste beim diesjährigen Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr in Wiesenburger/Mark war wohl die Vorführung der Höhenrettung. An der langen Drehleiter der Feuerwehr Bad Belzig wurde demonstriert, wie eine Rettung in luftiger Höhe abläuft. Die Kameraden der Höhenrettung sind genauso Freiwillige, wie die der Feuerwehr.

„So ein Tag ist gut, um mit den Leuten in Kontakt zu kommen“, sagt Jens Begeschke aus Schwielowsee, die mit dem Team der Höhenrettung in Wiesenburg war, „neue Mitglieder gewinnt man dadurch kaum.“ Aber es ist gut, zu zeigen, was die Kameraden alles leisten. Das merkt die Bevölkerung meist immer erst bei Großeinsätzen. Meist ist das Argument gegen eine freiwillige Tätigkeit: ich hab gar keine Zeit. „Wenn man ihnen dann aber klar macht, wofür sie ihre Zeit so verschwenden, bleibt doch noch sehr viel davon übrig“, so Begeschke schmunzelnd. Die Ausrüstung für einen Einsatz der Höhenrettung ist umfangreich und vor allem auch schwer. „Braucht man zusätzlich Werkzeug, schleppt man schon mal 20 Kilo zusätzlich mit“ erklärt Sebastian Kube. Sorgfältig wird jedes Seil, jeder Karabinerhaken kontrolliert und angelegt. Dann beginnt der Aufstieg in luftige Höhen. Schwindelfrei sollte man schon sein und auch gewisse körperliche Voraussetzungen mitbringen. Der Grundlehrgang für die Höhenretter dauert 14 Tage, dann müssen sie 72 Stunden pro Jahr im Seil absolvieren. Unter großem Beifall gelang natürlich die Rettung und auch ein kleines Kunststück war inklusive.

Blickfang unter den vielen Feuerwehrautos der Gemeinde war der alte Garant. In liebevoller Kleinarbeit hat die Ehrenabteilung, zu der unter anderem Manfred und Wilfried Zehnsdorf, Klaus Beckmann und Rainer Birkefeld gehören, das alte Gefährt restauriert. Heute waren die vier jedoch für die Erbsensuppe zuständig. Der Garant war das erste Feuerwehrauto, das die Wiesenburger nach dem Krieg bekommen haben aus dem Baujahr 1958. Als es außer Dienst gestellt wurde, sollte es verschrottet werden. Das wollten die Ehrenmitglieder nicht zulassen. Also wurden Spenden für die Instandsetzung gesammelt. Inzwischen hat es einen neuen TÜV und wäre im Prinzip einsatzbereit. „Alles Weitere machen wir nach und nach, so wie das Geld da ist“, sagt Wilfried Zehnsdorf.

 Aber natürlich war auch viel an Spaß und Unterhaltung geboten. In der Garage spielte das Feuerwehrorchester Görzke. Da wurde auch schon mal das Tanzbein geschwungen. Viel Beschäftigung gab es für die Kinder. An verschiedenen Ständen konnten sie etwas über die Arbeit der Feuerwehr lernen und sich selbst ausprobieren.  Beim Kinderschminken bildeten sich lange Schlangen und die Hüpfburg war immer belegt. Ein Highlight für die Kinder waren die Touren mit dem Quad durch den Ort und die Umgebung. Solche Touren waren auch mit dem Feuerwehrauto möglich. So hatten die Wiesenburger Kameraden für einen erlebnisreichen Tag gesorgt.

 

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