Ein Waldgarten für Jeserigerhütten

Jeserigerhütten. Was macht man mit einem Grundstück von etwa 3.000 m²? Ein solches besitzen nämlich Andrea Franke und Ingrid Zoll vom Seminarhaus Refugium in Jeserigerhütten.

waldgarten,seminarhaus refugium,jeserigerhütten,bäume pflanzen,initiative für die natur,mya,resilia,esskastanienZum Haus gehört ein riesiges Grundstück, auf dem die Beiden einen Waldgarten anlegen möchten. „Wir wollten der Welt etwas Nachhaltiges geben“, so Andrea Franke. Und zukunftswirksam ist das auf der diesjährigen Fläming Initiativkonferenz vorgestellte Projekt allemal.

In Zeiten von Klimawandel und fehlender Biodiversität soll mit Hilfe von weiteren Mitstreitern ein bunter Mix entstehen. So sollen sowohl Obstbäume- und Sträucher, als auch Nutzpflanzen angebaut bzw. gepflanzt werden. Dabei wird darauf geachtet, dass es Pflanzen sind, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen gut zurechtkommen, wie Hasel, Esskastanien oder Himbeeren. Aber auch seltene Baumarten wie der Speierling und die Elsbeere sind geplant. So werden  Habitate für die verschiedensten Tierarten geschaffen.

Beginn der Aktion war am 18. und 19. November mit einer großen Pflanzaktion. Das Wetter passte perfekt, und viele fleißige Helfer waren gekommen, um die ersten Bäume und Sträucher in die Erde zu bringen. Hilfe bekamen sie von Linus Garrelts und Anton Stahmer vom Mya e.V. aus Eberswalde. Der Verein gibt Unterstützung beim Anlegen von Tiny Forrests und  hilft bei der Pflanzenauswahl. Dabei stützt er sich auf die DIE MIYAWAKI-METHODE, nachzulesen auf: www.miya-forest.de/miyawaki . Auch Andrea Franke und Ingrid Zoll sind am Überlegen, einen Verein zu gründen.

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Tom Schmitt spielt Flöte.

In Jeserigerhütten wurde nun der Anfang für einen solchen kleinen Wald gemacht. In ihm sollen sich später viele verschiedenen Tiere und Insekten tummeln.

Zusätzlich soll der Waldgarten dann auch als Begegnungsort dienen. 1.700 Pflanzen kamen am vergangenen Wochenende in die Erde. Die Fläche wurde fachgerecht vorbereitet. Gepflanzt wurden Besensträucher und Obstbäume. Für den Tiny Forrest wurden Bäume ausgewählt, die gut mit Trockenheit zurechtkommen, wie zum Beispiel Esskastanien der Baumschule „Resilia“ aus Brück. Die Pflanzen wurden in langen Pflanzcontainern geliefert, in denen war die Wurzellänge doppelt so lang wie sonst. Trotz des feuchten Wetters wird angegossen. „Besonders bei den Obstbäumen muss die Erde vorher gut eingeschlemmt werden“, erklärt Anton Stahmer.

Aber all das kostet natürlich Geld. Im Moment ist Ingrid Zoll in Vorleistung gegangen. Es gibt eine Crowdfunding Kampagne bei Startnext mit dem Link

www.startnext.com/waldgarten-naturwerk,

aber auch sonst ist jede noch so kleine Spende willkommen. Unterstützer und Helfer für die Aktion kamen aus ganz Deutschland. „Die Leute kommen aus Eberswalde, Berlin und der Region Fläming. Wir erhalten auch Unterstützung von der Initiative für die Natur. Jürgen Hauschke ist mit seinem Verein hier und unterstützt uns mit Pflanzen. Außerdem haben wir Freunde aus Freiburg hier“, so Ingrid Zoll. Und Spaß sollte die ganze Aktion auch machen. So brachte Tom Schmitt den Bäumen sofort die „Flötentöne“ bei, dass sie gut anwachsen. Ines Hannemann griff zwischendurch zur Gitarre. Es heißt ja nicht umsonst, mit Musik geht alles besser.

Im kommenden Jahr wird der Waldgarten vervollständigt. Und dann warten alle gespannt auf das erste Grün an den Bäumen und Sträuchern.

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Angießen der Pflanzen

Gespräch mit Ingrid Zoll

Das folgende Interview ist auch mit Unterstützung von zwei Künstlichen Intelligenzen entstanden. Aus einer Audiodatei wurde Text und aus dem Text ein gut lesbares Interview. Das eigentliche Interview fand selbstverständlich zwischen Menschen statt. Die Endbearbeitung lag bei der Autorin. Ermöglicht wird uns diese effektivere Arbeit durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb). Alle Artikel, bei denen KIs zum Einsatz kommen, kennzeichnen wir mit „KI“ im Artikelbild.

Wie kam es dazu, dass ihr diesen Waldgarten anlegen wollt?

Ingrid Zoll: Nun ja, zunächst einmal haben wir festgestellt, dass wir hier viel Platz zur Verfügung haben. Es handelt sich um 3000 m², die brach lagen. Wir haben mit vielen Menschen darüber gesprochen, und dann kam die Idee eines Waldgartens auf. Diese Idee entstand einfach aus deAustausch mit den Menschen, mit denen wir gesprochen haben. Dann haben wir uns gesagt, okay, lasst uns damit beginnen. Wir trafen Linus Garrelts und Anton Stamer von Mia e.V., die Experten auf diesem Gebiet sind und uns fachlich begleiten. Dann haben wir begonnen, den Boden vorzubereiten, indem wir einige Tage zuvor das Gras mit einem Minibagger entfernt haben. Wir haben Humus, Terra Preta, Kompost und Hackschnitzel hergebracht und die Pflanzbereiche vorbereitet. Außerdem werden wir eine Hecke in Knickstruktur rundherum pflanzen. Es wird viele Beerensträucher geben, Beerenobst und eine Obstbaumallee. Hier vorne entsteht ein Tiny Forest. Das, was wir hier jetzt sehen, was hier vorne angepflanzt wird, ist der Teil des Waldes mit Ulmen, Pappeln, Feldahorn und vielen heimischen Pflanzen sowie einigen seltenen Pflanzen. Speierling wird auch dabei sein und vielleicht auch ein paar Felsenbirnen und ähnliches.

Wie viele Pflanzen wollt ihr heute in die Erde bringen?

Ingrid Zoll: Heute werden wir knapp 1.700 Pflanzen in die Erde bringen. Es bleibt noch etwas Platz übrig, da es sich um eine sehr große Fläche handelt, und wir heute nicht alles bepflanzen können. Aber wir haben noch Raum, um nächstes Jahr weitere Pflanzen zu setzen.

Wie viele Leute sind ungefähr hier? Woher kommen sie alle?

Ingrid Zoll: Die Leute kommen aus Eberswalde, Berlin und der Region Fläming. Wir erhalten auch Unterstützung von der Initiative für die Natur. Jürgen Hauschke ist zum Beispiel mit seinem Verein hier und unterstützt uns mit Pflanzen. Außerdem haben wir Freunde aus Freiburg hier. Wenn ich das jetzt zusammenzähle, sind es momentan etwa 25 Personen, aber es werden noch mehr.

Wie finanziert ihr das Ganze?

Ingrid Zoll: Momentan habe ich etwas Vorleistung erbracht und dann gibt es eine Crowdfunding-Aktion. Wir freuen uns natürlich über jede Spende. Jeder Euro zählt, ob es nun 20 Euro oder 10 Euro sind.

 

 

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