martinstag,kirchengemeinde wiesenburg, kirche wiesenburg

Martinsumzug in Wiesenburg

Wiesenburg. Der 11.11. eines jeden Jahres ist nicht nur der Beginn der Karnevalszeit, sondern auch der Tag des Heiligen Martin.

martinstag,kirchengemeinde wiesenburg, kirche wiesenburg
Pfarrer Stephan Schönfeld erklärt die Bedeutung des Martinstages

Traditionell wird dieser mit einer Andacht in den Kirchen und einem Laternenumzug begangen. So auch in Wiesenburg. Dazu hatte die evangelische Kirchengemeinde Wiesenburg in die Wiesenburger Kirche eingeladen. Gemeinsam wurde das Lied des Heiligen Martin gesungen, welches die Geschichte erzählt.

Martin war als Sohn eines Offiziers eine militärische Laufbahn vorbestimmt. Als er in voller Ausrüstung unterwegs einen frierenden Bettler sitzen sah, teilte er mit seinem Schwert seinen Mantel und gab dem Bettler eine Hälfte davon. Später wurde er Bischof und heiliggesprochen. Pfarrer Stephan Schönfeld erklärte den vielen anwesenden Kindern anhand einiger Bilder, warum Teilen gerade in der heutigen Zeit wichtig ist und erzählte die Geschichte mit den schnatternden Gänsen.

Zum Umzug durfte sich ein freiwilliger Martin melden, der den Zug auf einem Pferd mit Umhang und Helm anführen konnte. Es fanden sich gleich zwei unter den Kindern. Um keinen zu benachteiligen, fand Gemeindepädagogin Gundula Hollmann eine Lösung, jeder durfte die Hälfte des Weges auf dem Pferd reiten. An der Kirche gab es dann ein Feuer und Grillwürstchen.

Was hat das nun aber mit der Gans zu tun, die oft an jenem Tag gegessen wird? Der Legende nach soll sich Martin von Tours aus Bescheidenheit in einem Gänsestall versteckt haben, als er zum Bischof geweiht werden sollte. Die Gänse haben jedoch so laut geschnattert, dass er entdeckt und geweiht wurde. So wurde St. Martin zum Schutzpatron der Gänsezucht, und man isst traditionell am 11.11. eine Martinsgans. Was sich aber viele fragen ist: Warum gibt er dem Bettler nicht seinen ganzen Mantel? Mit seiner Uniform und Rüstung wäre er immer noch warm genug angezogen gewesen. Die Antwort gibt Pastor Neunmalklug alias Daniel Geißler auf seinem YouTube Kanal. Es hängt mit dem Recht an der damaligen Soldatenkleidung zusammen. Diese gehörte zur Hälfte dem Kaiser, zur anderen Hälfte dem Soldaten. Deshalb konnte Martin nur die Hälfte verschenken, die wirklich sein Eigentum war.

Views: 2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Login