Klein Glien. Es gibt 16 Kulturelle Ankerpunkte in Brandenburg. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg fördert in jedem Landkreis Brandenburgs mindestens einen Ankerpunkt, um so die Entwicklung im ländlichen Raum zu stärken. In Potsdam-Mittelmark soll der Ankerpunkt Hoher Fläming lokale Formate fördern, die verschiedenen Akteure vernetzen und gemeinsam mit ihnen Lösungen für die Herausforderungen der Region entwickeln. Träger des Ankerpunkts Hoher Fläming ist der Naturparkverein Hoher Fläming in Zusammenarbeit mit dem Coconat in Klein Glien.
Wolf Hingst, verantwortlich für die Koordination, erklärte auf der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses in Bad Belzig den Sinn und Zweck des Ankerpunktes. „Wir wollen Netzwerke schaffen, Kenntnisse und Kontakte vermitteln und auch dabei helfen, an Fördermittel zu kommen“, so Wolf Hingst. Der Hohe Fläming ist ein “Hotspot sozialer und kultureller Innovation”: Eine Vielzahl von Initiativen und Projekten zeichnet die Region aus. Oftmals scheitert die Ausführung von Ideen und Projekten am fehlenden Geld, aber auch daran, geeignete Mitstreiter zu finden.
Im Moment liegt der Fokus auf vier Themennetzwerken:
- Vielfalt,
- Umwelt,
- Kultur und
- Digitales.
Für Jede dieser Säulen gibt es einen oder eine Verantwortliche(n), an die man sich wenden kann. Es ist in den vergangenen Jahren aber auch schon einiges passiert. Die Kreativsause im Coconat in Klein Glien ist wohl das bekanntest Beispiel. Weiterhin gab es Stammtische, Workshops und das Dorfkino, letzteres demnächst in Lübnitz. Letzteres überraschte Ortsvorsteher Robert Warnke, denn er wusste davon nichts. Hier fehlt es wohl noch ein bisschen an Kommunikation.
Auf dem Visionstag Hoher Fläming wurden Fokusthemen für die weitere Entwicklung besprochen, wie Energie, Wohnen, Wirtschaft, Nahversorgung und Mobilität.
Die Mitglieder des Sozialausschusses der Stadtverordnetenversammlung Bad Belzig sind noch nicht wirklich von dem Konzept überzeugt. Spricht man wirklich die breite Masse der Bevölkerung an? Auffällig ist nämlich, dass sich meist die „Zugezogenen“ einbringen und mitmachen. Das Format ziele auf bestimmte Interessengruppen ab. Das sieht auch Wolf Hingst. „Wie erreichen wir die Alteingesessenen, helfen sie uns“, warf er in die Runde. Natürlich gelingt es selten, alle zusammen zu bringen. Deshalb sind die Akteure des Ankerpunkts für jeden Hinweis und jede Unterstützung dankbar. „Nur so können wir Synergien nutzen und gemeinsame Lösungen entwickeln“, so Wolf Hingst.
(Artikelfoto: Wolf Hingst)
Views: 10