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Kinderrechtepfad in Wiesenburg/Mark eröffnet

Wiesenburg/Mark. Seit 2019 gibt es in Wiesenburg/Mark das Familienzentrum. Von Anfang an hat sich der Sozialausschuss der Gemeinde vehement dafür eingesetzt.

Der Sozialausschuss ist ein beratender Fachausschuss. Ihm gehören sowohl Mitglieder der Gemeindevertretung, als auch engagierte Bürger an. Er bereitet soziale, kulturelle und gesellschaftliche Themen vor und spricht Beschlussempfehlungen für die Gemeindevertretung aus. Dazu gehören neben Themen zur Daseinsvorsorge auch alle, die mit Kindern in Zusammenhang stehen.

So hatte für den Wiesenburger Sozialausschuss die Schaffung eines Familienzentrums oberste Priorität. „Seit dem Bestehen unterstützen wir das Familienzentrum in allen Bereichen“, sagt Daniela Rabinowitsch, Vorsitzende des Ausschusses. So auch beim Kinderfest am vergangenen Freitag zu Ehren des Internationalen Kindertags. Gemeinsam mit Schulförderverein, Bibliothek, Schulsozialarbeit und natürlich Familienzentrum wurden die verschiedensten Angebote für Spiel und Spaß vorbereitet.

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Amelie und Daniela Rabinowitsch

„Es hat lange gedauert, diese Strukturen aufzubauen, wir sollten sie nicht in Frage stellen“, so Bürgermeister Marco Beckendorf. Denn auf dem Kinderfest gab es obendrein ein besonderes Ereignis – der Kinderrechtepfad wurde eingeweiht. Diesen gibt es bereits in den verschiedensten Orten und Gemeinden der Region. Unterstützt wurde die Gemeinde dabei vom Kinder- und Jugendbeirat. Zu Gast bei der Eröffnung waren Bodo Rudolph von der Kinder- und Jugendhilfe des Landkreises und Landtagsabgeordnete Melanie Balzer.

Der Mehrgenerationenplatz ist der perfekte Ort zum Aufstellen der Schilder, da sich dort nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene aufhalten. So können alle etwas lernen. Die besondere Aufhängung ermöglicht es auch, die Schilder tiefer zu stellen, damit auch die Kleinen sie betrachten können. Für die Gemeinde ist es wichtig, den Kindern eine gute Kindheit zu schaffen. „Nur mit Kindern haben wir eine tolle Zukunft“, sagte Marco Beckendorf in einem Videopost in Vorbereitung der Eröffnung. Deshalb habe die Gemeinde auch ein „Team für die schönen Momente“. Man müsse sich kümmern und nicht wegsparen.

Dass das Recht auf Bildung schon sehr früh in der Region ausgeübt wurde, ist kaum bekannt. Bodo Rudolph verwies in seinen Worten auf das Schulmuseum Reckahn. Gutsherr Friedrich Eberhard von Rochow wollte schon vor 200 Jahren, dass auch die Kinder der Landarbeiter lesen und schreiben lernen und setzte sich dafür mit seiner Schule ein. Auch Melanie Balzer fühlt sich eng verbunden mit dem Thema Kinder und Jugend, auch wenn sie bei ihrer Arbeit nicht direkt etwas damit zu tun hat. Denn in Brandenburg gibt es das erste Kinder- und Jugendgesetz Deutschlands. Und das ist ganz besonders, weil Kinder und Jugendliche es mitgeschrieben und nicht Erwachsene es sich ausgedacht haben. Dazu hatten die Angeordneten Kinder und Jugendliche eingeladen und anschließend ihre Ideen in echt ins Gesetz geschrieben. Nun schielen auch andere Bundesländer auf das Brandenburger Gesetz.

Und so wurde von Daniela Rabinowitsch und Amelie schließlich feierlich das rote Band durchschnitten und der Kinderrechtepfad konnte in Augenschein genommen werden.

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