Bad Belzig. Trotz des kühlen Wetters hatten die Burgenläufer sichtlich Spaß am vergangenen Sonntag. Zudem konnten sie ja auch noch die Sehenswürdigkeiten im Fläming begutachten.
„Hier war ich noch nie, wie toll“, hörte man oft im Wiesenburger Park. Viele nutzen den Moment auch für ein Foto – soviel Zeit muss sein, sagten die Läufer. Ein Zeichen, dass es nicht verbissen um Zeiten und Platzierungen ging, sondern vor allem und den Spaß an der Freude.
Es waren 1000 Teilnehmer auf den verschiedenen Strecken. Besonders die Ultraläufer hatten es nicht leicht, sie mussten 50 km absolvieren. Immerhin kamen 73 von ihnen ins Ziel, zwei mussten zwischendurch aussteigen. Alle Ergebnisse können unter www.burgenlauf.de nachgelesen werden.

So ein Event auf die Beine zu stellen braucht Zeit, organisatorisches Talent und viele ehrenamtliche Helfer. Nach dem Lauf ist also vor dem Lauf, denn dann beginnen schon die Vorbereitungen für das kommende Jahr. Die Organisatoren werten die Erfahrungen des letzten Laufs aus und holen sich das Feedback von den Läufern. Diese wissen am besten, was geklappt hat und was verbessert werden könnte. Es folgt eine Inventur und eine Reinigung und das Einlagern des Equipments. Für das kommende Jahr müssen die verschiedensten Genehmigungen bei Stadt, Landkreis und Polizei eingeholt werden. Mitunter muss die Streckenführung korrigiert werden, denn es kommt teilweise zu Baustellen oder Straßensperrungen, die vorher nicht bekannt waren. So musste in diesem Jahr die Strecke durch den Wiesenburger Park um 400 Meter verlängert werden.
Natürlich geht nichts ohne viele freiwillige Helfer. Wenn auch nicht gezählt wurde, es waren bestimmt über 100. Die Helfer kommen nicht nur aus dem Verein. An den Verpflegungspunkten sind meist Leute aus den einzelnen Orten dabei. Insgesamt gab es in diesem Jahr acht Verpflegungspunkte. In Hagelberg, Kranepuhl, Rädigke, Burg Rabenstein, Mützdorf, Jeserig, Wiesenburg und Borne konnten die Läufer eine kurze Pause einlegen und sich mit Obst, Schnitten und energiehaltigen Getränken stärken, ehe es weiter ging. Lautstarke Anfeuerungsrufe waren inklusive.
Auf den Strecken gibt es Streckenposten für den Fall aller Fälle. Diese müssen eingewiesen werden. Alle Strecken werden markiert und noch einmal kontrolliert, ob sie sicher sind. Das nimmt ebenfalls viel Zeit in Anspruch. Auch die Logistik ist herausfordernd. Immerhin muss alles Notwendige zu den Verpflegungspunkten gebracht werden. Beworben wird der Lauf neben der Website auch auf den Social-Media-Kanälen.
Am Lauftag greift jedes Rad ins andere, viele Posten sind so besetzt, dass sie mehrere Dinge nacheinander erledigen – und es muss passen. Die Streckenposten fahren von einem Verpflegungspunkt bzw. Kontrollstelle zu einer weiteren. Das muss auch von den Laufzeiten passen. Ist ein Läufer z.B. auf den 50 km zu schnell, muss reagiert werden.
Das sorgt für ziemliche Anspannung bei allen Beteiligten. Aber es sorgt auch für Freude und Erleichterung, wenn es wie in diesem Jahr wieder wie ein Uhrwerk lief und es viel positives Feedback von allen Seiten gab.
Ein Extra Dank auch noch einmal an alle Helferinnen und Helfer an allen Streckenpunkten!
Bei 48 Läufen wäre eine Teilnahme von Anfang an etwas ganz Besonderes – aber unwahrscheinlich. Dieter Singer hatte an allen Läufen teilgenommen, leider ist er vor einigen Jahren verstorben.
Hier die aktuellen Rekordhalter:
Helmut Eschholz : 44. Teilnahme (8 km Walken, 72 Jahre) – aktueller Rekordhalter
Ute Rabach: 43. Teilnahme
Hans-Ulrich Auster: 42. Teilnahme – 8 km, 70 Jahre alt
Joachim Wollkopf: 38. Teilnahme – erstmals über 8 km Walken, 79 Jahre alt
Hans-Georg Albrecht: 37. Teilnahme – läuft 8 km, 88 Jahre alt
Michael Genschmer: 32. Teilnahme 8 km Walken
Ältester Teilnehmer in diesem Jahr: Hermann Aurich, 8 km Walken (1933 geboren – 93 Jahre), er war auch im letzten Jahr dabei, es war seine 4. Teilnahme.
Impressionen aus dem Wiesenburger Park
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