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In Görzke steppte der Bär zum 21. Flämingmarkt

Görzke. Nicht nur zum Brandenburgtag in Perleberg war viel los, sondern auch zum Flämingmarkt in Görzke.

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Eröffnung des Flämingmarktes mit Bernhard Dähne und den Flämingköniginnen

Bereits zum vierten Mal fand dieser im Handwerkerort statt. Und wie jedes Mal waren sämtliche Straßen zugeparkt. Wer später kam, musste einige Laufwege in  Kauf nehmen. Auch einige der Flämingköniginnen waren zur offiziellen Eröffnung zu Gast. Diese erinnerten sich noch an die erste Eröffnung 2002. Dabei wurde eine Töpfervase zerschlagen – aber Scherben bringen ja bekanntlich Glück. Außerdem: einmal Flämingkönigin – immer Flämingkönigin. Dafür muss man sich bewerben und einen Fragebogen ausfüllen. Immerhin sollen die Königinnen die Region ja repräsentieren und gut informiert sein. Die Königinnen erhalten eine Flämingtracht, an der man ersehen kann, ob es sich um eine junge oder eine ältere Frau handelt.

Für Bürgermeisterin Anne Eilzer war es das erste Mal, dass sie den Markt eröffnen durfte. Sie zollte in ihren Worten allen Akteuren ihren tiefsten Respekt, denn so ein Fest inszeniert man nicht in wenigen Tagen. Denn es geht ja nicht nur darum, dass am Tag selbst alles klappt, dazu gehören die Vorbereitungen, Auf- und Abbau und vor allem auch der Transport. Mit Sponsorengeldern und tatkräftiger Unterstützung der umliegenden Amtsgemeinden und vor allem der LAG Fläming-Havel konnte alles gestemmt werden. So stand an beiden Tagen auf dem Parkplatz vor dem Handwerkerhof die große Bühne, und die Verpflegungsstände auf dem Hof selbst boten etwa 70 Händler regionale Produkte an. Diese reichten von Brot und Wurst bis hin zu Dekorationen und natürlich Töpferwaren. Beim Naturparkzentrum gab es bereits die ersten Tomatensamen für die kommende Saison. Auch für die Kinder gab es viele Beschäftigungsmöglichkeiten und obendrein eine Tombola, deren Preise in regelmäßigen Abständen verlost wurden.

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Kreisleistungspflügen der Gespanne

Bereits am frühen Morgen fand das Kreisleistungspflügen auf einem Acker in Richtung Bad Belzig statt. Zwölf Traktoren und vier Gespanne hatten sich angemeldet. Für den Wettbewerb wurden Parzellen vorbereitet, die unter den Teilnehmern ausgelost wurden. Dabei unterschied man bei den Traktoren noch einmal, ob sie einen Zweischar- oder Vierscharpflug angehängt hatten. Auch für die Gespanne gab es Regelungen, denn einige pflügten allein, andere zu zweit. Da es allein schwieriger war, bekamen die Alleinpflüger einen Punktevorsprung. Gewertet wurden zum Beispiel die Gleichmäßigkeit und die Geradheit der Furchen und ob der Bewuchs gut untergebracht wurde. Jeweils zwei Schiedsrichter beurteilten jeden Pflüger. War etwas nicht korrekt, gab es Punktabzüge. Alles musste in einer Gesamtzeit von zwei Stunden absolviert werden. Bei den Gespannen siegte am Ende Frank Trogisch aus Muckwar vor Marcel Gnerlich (Amtierender Deutscher Vizemeister) aus Luckaitztal und Rocco Rösch aus Sachsen-Anhalt. Bei den Traktoren hatte Landwirt Gerhard Willmann aus Mörz die Nase vorn. Zweiter wurde Jonas Sternberg vor Olaf Geigert. Nach Ende des Wettbewerbs zogen die Traktoren mit Geknatter zum Handwerkerhof.

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Verleihung der Aganda Preise – die Preisträger

Dort wurden inzwischen die Agenda-Preise des Landkreises verliehen. Die Jury hatte die schwierige Aufgabe, aus elf Projektideen die ihrer Meinung nach besten auszuwählen. Sieger wurde der Verein Bäume für die Zukunft e.V. aus Teltow. Er will den Auswirkungen der Klimaveränderung aktiv entgegenwirken. Deshalb pflanzen die Mitglieder Bäume auf kommunalen oder privaten Flächen, sprich legen kleine Wälder in Anlehnung an das Konzept Tiny Forest an. Pro Quadratmeter werden drei schnellwachsende Bäume gepflanzt. So entsteht in relativ kurzer Zeit ein kleiner Wald. Der Verein bekam 2.500 Euro für seine weitere Arbeit.

Den zweiten Preis über  1.500 Euro bekam der Kreuzpunkt Michendorf e.V.. Der Verein betreibt nicht nur ein Café als Treffpunkt für die Einwohner, sondern geht auch mit Projekten an Schulen. So zum Thema Müllvermeidung, um die Kinder spielerisch an das Thema heranzuführen. Dritte wurde die Michendorfer Radinitiative und bekam 1.000 Euro für ihre weitere Arbeit. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr in der Region attraktiver und sicherer zu machen.

Nach dem offiziellen Teil eröffneten die Kinder der IKTB Görzke den Tag mit einem Programm, für das sie viel Beifall ernteten. Außerdem präsentierte sich der Jagdverband mit Erklärungen zu Jagdhunderassen. Und natürlich mit den dazugehörigen Hunden. Neben vielen musikalischen Darbietungen gab es in der Kirche eine Fotoausstellung „Freunde“ von Sareh Oveysi. Die Fotografin lebt derzeit im Exile Media Hub in Schmerwitz. So war für jeden etwas dabei. Um die angefutterten Kalorien der vielen Leckereien wieder loszuwerden, konnten die Gäste an Wanderungen mit der Naturwacht teilnehmen. Und wer sagt eigentlich, dass Männer keine Kartoffeln schälen können. Beim ersten Schälwettbewerb setzte sich nämlich Manfred gegen zwei Damen durch. Vielleicht lag es daran, dass er sich zum Schälen auf die Knie begab.

(Artikelfoto: Viele Besucher kamen zum Flämingmarkt nach Görzke | 2. Fotogalerie und Video: © Andreas Koska)

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