Platzregen zum Platzkonzert – 28. Chortreffen in Wiesenburg

Wiesenburg. „Da hat doch jemand gepetzt“, sagte Dieter Rudolph, als er von Marion Gante, Moderatorin des diesjährigen Chortreffens in Wiesenburg/Mark, nach vorn gebeten wurde. Das Mitglied des Wusterwitzer Männerchors feierte nämlich genau am Sonntag seinen 80. Geburtstag. So wurde er mit einem Glückwunsch und einem Blumenstrauß von der Vorsitzenden des Tourismusvereins Wiesenburg/Mark e.V., Barbara Klembt überrascht.

28. Chortreffen in Wiesenburg
28. Chortreffen in Wiesenburg

„Da hat doch jemand gepetzt“, sagte Dieter Rudolph, als er von Marion Gante, Moderatorin des diesjährigen Chortreffens in Wiesenburg/Mark, nach vorn gebeten wurde. Das Mitglied des Wusterwitzer Männerchors feierte nämlich genau am Sonntag seinen 80. Geburtstag. So wurde er mit einem Glückwunsch und einem Blumenstrauß von der Vorsitzenden des Tourismusvereins Wiesenburg/Mark e.V., Barbara Klembt überrascht.

„Gut, das man immer auf Eventualitäten vorbereitet ist“, sagte diese. Seine seit einem Jahr in Wiesenburg wohnende Tochter informierte Marion Gante, dass ihr Vater just am Sonntag seinen 80. Geburtstag feierte. So gab es eine offizielle Gratulation, die dem Jubilar sichtlich unangenehm war. Schon als Kind sang der gebürtige Brandenburger und gelernte Werkzeugmacher im Schulchor. Die politische Ausrichtung der Lieder gefiel ihm jedoch nicht, so dass er ziemlich schnell austrat. 40 Jahre arbeitete er bei „Mechanische Spielwaren“ in Brandenburg. Als das Werk nach der Wende „abgewickelt“ wurde, bekam er mehrere ABM Stellen. Dort hatte er eine Kollegin, deren Mann im Chor sang. Diese überredete ihn, einmal mitzukommen. So fand Dieter Rudolph wieder zum Gesang zurück.

„Lieder klingen über den Fläming“ war das Motto des diesjährigen Chortreffens. Und die höchste Stelle hatten sich die Jagdhornbläser ausgesucht. Sie eröffneten vom Turm des Schlosses. Die Schlossgemeinschaft hatte wieder Hof und Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Und das war in diesem Jahr mehr als nötig. Schon zu Beginn der Veranstaltung schoben sich dunkle Wolken über den Innenhof und in der Ferne war leichtes Donnern zu hören. So sehnsüchtig der Regen von Gartenbesitzern und Landwirtschaft auch erwartet wurde, jetzt musste es nun auch nicht unbedingt sein. „Es kann sich ruhig noch 2 Stunden Zeit lassen“, so Barbara Klembt. Ihr Wunsch wurde leider nicht erfüllt. Nach einer Stunde gab es einen kräftigen Regenguss. Die meisten flüchteten in den Saal, einige versuchten, unter den großen Sonnenschirmen ein trockenes Plätzchen zu finden. Was nun? Drinnen weiter machen? Zumindest das geplante gemeinsame Lied wurde mit Akkordeonunterstützung dea Shanty Chores Brandenburg im trockenen gesungen. Als jedoch der Schauer vorbei war, begaben sich alle wieder nach draußen. Barbara Klembt organisierte blitzschnell Handtücher von zu Hause, so wurden die Bänke getrocknet und das Programm ging weiter.

Bereits zum 28. Mal trafen sich die Chöre in Wiesenburg. Wie alles begann? „So ganz genau weiß ich das gar nicht mehr, es ist ja schon ziemlich lange her“, erzählt Barbara Klembt. Die Idee entstand im damaligen Fremdenverkehrsverein Hoher Fläming unter Leitung von Ilse Mansfeld. Etwa zur gleichen Zeit gründete sich auch die Wiesenburger Chorgemeinschaft. Man arbeitete mit ortsansässigen, aber auch Vereinen aus Sachsen-Anhalt zusammen. So entstanden erste Kontakte. Immer war man bemüht, neue und andere Chöre einzuladen. Es wurde eine maximale Veranstaltungsdauer von 2 Stunden festgelegt. Jeder Chor durfte 3 Lieder singen, die Absprachen, um Doppelungen zu vermeiden, erfolgen in gemeinsamen Gesprächen mit Veranstaltern und Chorleitern.

Marion Gante war bereits das zweite Mal als Moderatorin dabei. „Man hatte mich gefragt, da man gehört hatte, ich könne gut reden und mit Menschen umgehen“ erzählt die 64 jährige. Und wer sie kennt weiß, dass sie immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Den bekam auch Horst Bendyk, Leiter des Jugendblasorchesters Wiesenburg und bereits 1975 gegründet. „Danke Horst, dass Du so lange durchgehalten hast“ hieß es da und wurde zum Abschluss noch mit einem Blumenstrauß belohnt.

Aufgelockert wurde die Veranstaltung mit gemeinsamen Liedern aller Chöre und Gäste. Angefangen mit Frühlingsliedern, obwohl die Temperaturen ja eher Sommer vermuten ließen, bis zur „Märkischen Heide“ zum Abschluss. Im Quergebäude und vor dem Schloss war für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt mit Bowle, Kaffee, Kuchen und vor allem Eis.

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