Ko-Dorf Wiesenburg entwickelt sich

Wiesenburg. Die Entwicklung des Ko-Dorfes auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerkes am Wiesenburger Bahnhof schreitet voran. Die ersten Pläne sind fertig. Diese werden nun ausgelegt für eine frühzeitige Beteiligung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange. Dazu kann dann jeder seine Meinung sagen und eventuelle Einwände vorbringen. „Das Sägewerk ist neben Brauerei und Drahtwerk eine offene Wunde der Gemeinde“, so Bürgermeister Marco Beckendorf. Ihm liegt es am Herzen, die Revitalisierung dieser Brache voranzutreiben. Die Gemeinde ist auch Träger des Bebauungsplanverfahrens.

Die Kosten für das Verfahren trägt sie aber nicht, sondern die eigens dafür gegründete Genossenschaft.  Kosten fallen nur für ein Teilprojekt an, nämlich die Erweiterung des Parkplatzes am Bahnhof. Zusätzlich gibt es einen städtebaulichen Vertrag zwischen Grundstücksbesitzer, Genossenschaft und Gemeinde, in der alles Wichtige festgehalten ist. So hat die Gemeinde bis Ende 2021 ein notariell festgesetztes Kaufrecht auf das Areal.

Auf dem Gelände sollen 40 Wohneinheiten entstehen, zusätzlich Gebäude für eine gemeinschaftliche Nutzung. Dazu wurde eine Genossenschaft gegründet, die auch die Kosten für das Bebauungsplanverfahren trägt. 32 der geplanten Häuser sind schon reserviert, das heißt, die Interessenten haben Genossenschaftsanteile gezeichnet. Johannes Blatt bemerkte, dass vielleicht noch einmal eine Informationsveranstaltung vor Ort stattfinden sollte, damit sich die Bürger ein besseres Bild machen können. Auch interessiert natürlich, wann mit dem ersten Spatenstich zu rechnen ist. Da nimmt man ganz vorsichtig das dritte Quartal des Jahres an. Jetzt ginge es erst einmal um einen Vorentwurf, der auslegt werden muss. Für vier Wochen kann dieser eingesehen werden. Man rechnet bis Mitte Juli mit allen Stellungnahmen, die dann eingearbeitet werden. Der geänderte Entwurf wird dann noch einmal ausgelegt. Dann werden erneut Stellungnahmen und Hinweise aufgenommen.

Da auf dem Gelände sogenannte Tiny-Häuser entstehen, sind im oberen Bereich zusätzlich kleine Ferienhäuser für Gäste geplant. Zusätzlich könnten auch kleinere Läden entstehen. Diese sind aber auf keinen Fall als Konkurrenz zu den Einkaufsmöglichkeiten im Ort zu sehen. Es wird eher kleinteilig sein, wie zum Beispiel ein Hofladen oder ein Künstler, der seine Produkte auch gleich vor Ort anbieten kann.

Im Zusammenhang mit der Abstimmung über die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an diesem Projekt wurde gleichzeitig der Wiesenburger Ortsbeirat dazu befragt. Dieses war aus bekannter Situation im Vorfeld nicht erfolgt, was wiederum auf Widerstand einiger Mitglieder des Ortsbeirates stieß. Letztendlich konnte der Beschluss von der Gemeindevertretung jedoch mehrheitlich gefasst werden.

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