Teltow-Fläming: Corona-Infektionsgeschehen in der 6. Kalenderwoche 2021

Teltow-Fläming. Das Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis Teltow-Fläming lässt hoffen, aber ist nach wie vor ernst. Sterbefälle und die Virus-Mutationen bereiten dem Krisenstab des Landkreises derzeit Sorge.

„Teltow-Fläming ist einer der wenigen Landkreise in Brandenburg, in dem noch keine Virus-Mutationen nachgewiesen worden sind“, so Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling. Insgesamt gebe es im Land Brandenburg derzeit 75 Fälle, das Virus trat überwiegend in der sogenannten britischen Variante auf. „Aus allen Landkreisen Brandenburgs werden regelmäßig Nachweise von Corona-Infektionen auf mögliche Mutationen hin überprüft. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es auch bei uns auftritt. Deshalb dürfen sinkende Infektionszahlen auf keinen Fall zu falschem Leichtsinn führen.“

Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis 4402 Menschen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet, aktuell gelten 224 als infiziert. 138 Personen sind an oder mit Corona verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 68,8 (alle Angaben mit Stand vom 12. Februar 2021).

Situation in Gemeinschaftseinrichtungen

Derzeit gib es im Landkreis COVID-19-Ausbrüche in vier Einrichtungen der Seniorenpflege. Aus zwei Einrichtungen der Eingliederungshilfe ist je ein Einzelfall bekannt.

Aktuell werden aus drei Kindertagesstätten Infektionen gemeldet – in einer Kita sind zwei, in den beiden anderen jeweils eine Person betroffen. Die Kontaktpersonen, darunter Kinder und Personal, befinden sich in Quarantäne.

Wintersport und Freizeitspaß am Wochenende

Das herrliche Winterwetter dieser Tage lädt dazu ein, sich im Freien aufzuhalten und zum Beispiel in Familie mit den Kindern rodeln zu gehen. „Bitte beachten Sie die Eindämmungsverordnung und vermeiden Sie Menschenansammlungen. Vor allem an beliebten Freizeitstätten im Landkreis, zu denen u. a. die Seen im Norden oder die Flaeming-Skate im Süden gehören, muss mit Kontrollen gerechnet werden,” so der Krisenstab.

Impfungen

Das Impfzentrum in Luckenwalde hat seine Arbeit aufgenommen. Nach zwei Schließtagen am Montag und Dienstag nächster Woche gehen am Mittwoch, 17. Februar 2021, drei Impfstraßen in Betrieb, an denen AstraZeneca verabreicht wird. Dieser Impfstoff kann gemäß der bundesweit geltenden Coronavirus-Impfverordnung aktuell an Personen der höchsten Priorisierungsgruppe, die unter 65 Jahre alt sind, verabreicht werden. Dazu gehören

  • Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege,
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko (zum Beispiel bei Rettungsdiensten, in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19-Patient*innen, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sowie in den Corona-Impfzentren)
  • Personal, das in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandelt, betreut oder pflegt, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht.

Das Sozial- und Gesundheitsministerium (MSGIV) hat die entsprechenden Einrichtungen und Träger dazu informiert. Krankenhausbeschäftigte können in den Krankenhäusern geimpft werden.

Das MSGIV teilte in diesem Zusammenhang ebenfalls mit, dass nach wie vor nur geringe Mengen an Impfstoffen von BioNTech und Moderna zur Verfügung stehen, die an ältere Menschen der Prioritätsstufe 1 verabreicht werden sollen. Deshalb können vorerst leider keine neuen Termine für Impfungen in Impfzentren vergeben werden.

Sobald wieder ausreichend mRNA-Impfstoffe von BioNTech und Moderna im Land Brandenburg verfügbar sind, wird es auch wieder eine Terminvergabe für die Personen der Prioritätsstufe 1 geben. Die Bürgerinnen und Bürger, deren Impftermine im Januar aufgrund von unerwarteten Lieferreduzierungen umgebucht werden mussten, werden dabei bevorzugt behandelt und telefonisch kontaktiert. Sie müssen nichts weiter veranlassen“, heißt es in der Presse-Info des MSGIV.

Tests in Einrichtungen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen

Seit dem 1. Februar 2021 unterstützten Angehörige der Bundeswehr mehrere Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Sie haben dort Beschäftigte und Besucher*innen auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Insgesamt wurden vom 1. bis 11. Februar 2021 in 14 unterschiedlichen Einrichtungen insgesamt 2365 Testungen vorgenommen.

Der Einsatz der Bundeswehr für diese Zwecke findet im Landkreis Teltow-Fläming vorerst ein Ende. Der Staffelstab wird an das Jobcenter Teltow-Fläming übergeben, das aktuell 14 Personen mit medizinischen Vorkenntnissen für die Übernahme dieser Aufgabe gewonnen hat. Derzeit wird der Einsatz vertraglich untersetzt, sechs Einrichtungen haben dem Landkreis gegenüber Bedarf für diese Form der Unterstützung angemeldet.

„Ich bin sehr dankbar für die Hilfe der Bundeswehr – sowohl bei den Tests als auch bei der Kontaktnachverfolgung. Beides läuft bzw. lief sehr gut. Wir haben beantragt, dass der Einsatz im Gesundheitsamt verlängert wird“, so Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling. Sie ist ebenso erfreut darüber, dass nun auch Unterstützung über das Jobcenter kommt.

Tests in Kitas und Schulen

Lehrerinnen und Lehrer, aber auch anderes Schulpersonal – vom Sozialarbeiter bis zum Hausmeister – erhalten weiterhin ein regelmäßiges Testangebot über sogenannte Berechtigungsscheine.

In Kitas und anderen Einrichtungen der Jugendhilfe werden die Träger finanziell unterstützt, um ihren Beschäftigten regelmäßig Schnelltests anzubieten. Die vielen Detailfragen zur konkreten Umsetzung sind derzeit in Klärung.

(Pressemitteilung des Landkreises Teltow-Fläming)

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