Tourismusverband Fläming will den Hagelberg wieder zum höchsten Berg Brandenburgs machen

Beelitz. Daniel Sebastian Menzel, der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fläming, ist ein findiger Mann. Jetzt hat er eine neue Idee: Der Hagelberg soll wieder der höchste Berg des Landes Brandenburg werden.

Dafür hat Menzel einen einfachen Grund:

“Gerade jetzt in der Coronakrise müssen wir unserem Tourismus einen neuen Impuls geben. Aus vielen Studien wissen wir, dass Touristen nach Superlativen suchen. Den höchsten Berg im Fläming zu haben, ist da schon ganz gut. Doch der höchste Berg eines Bundeslandes zieht noch ganz anders.”

Immerhin galt der 200,3 Meter hohe Hagelberg beim gleichnamigen Dorf Hagelberg gleich hinter dem bekannten Coconat in Klein Glien lange als der höchste Berg des Landes Brandenburg. Tatsächlich ist das aber der 201 Meter hohe Kutschenberg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Dazu Menzel:

“Das ist besonders ärgerlich, weil der Gipfel des Kutschenbergs nur fünf Meter von der Landesgrenze entfernt ist.”

Mit der Situation wollen sich Menzel und seine Kollegen nicht abfinden:

“Die Grenze können wir nicht verlegen. Aber 70 Zentimeter Höhenunterschied sollten keine unlösbare Aufgabe darstellen.”

Das Geld für die Erhöhung des Hagelbergs um mindestens 71 Zentimeter soll von den Einwohnern der Region selbst und von den am Fläming interessierten Touristen kommen, auch wenn die genaue Höhe der erforderlichen Gelder noch nicht feststeht. Mit ihrer Crowdfundingaktion Flämingschmiede 2017 haben die Leute um Menzel genug Erfahrungen mit innovativen Finanzierungen gesammelt, auf die sie jetzt zurückgreifen wollen.

Demnächst soll auf der Plattform startnext die Aktion FlämingSchmiede 2017 eine Folgeaktion Havelberg höher bekommen. Der Slogan soll der gleich bleiben:

Wo aus kreativen Ideen touristische Erlebnisse werden.

Erste Unterstützer haben die Touristiker bereits gewonnen:

“Natürlich sind die Tourismusunternehmen der Region selbst an unserer Idee interessiert. Erste Unternehmen haben schon signalisiert, sich an der Finanzierung beteiligen zu wollen.”

Mehr will Menzel noch nicht verraten, zumal die Coronakrise noch viele Unsicherheiten produziert. Nur so viel: Als Bonus für alle, die sich an der Finanzierung beteiligen, ist an ein großes, exklusives Event am Hagelberg gedacht. Für die Investoren soll voraussichtlich noch einmal die berühmte Kolbenschlacht nachgestellt werden. Geplant ist dieses Event natürlich für den 27. August, wie damals um 17 Uhr. Nur das Jahr steht dank Corona noch nicht fest.

Sollte mehr Geld zusammen kommen, als für die 71 Zentimeter benötigt werden, soll der Hagelberg weiter aufgestockt werden. Schließlich gilt die Heidehöhe mit 201,4 Metern nur deshalb nicht als höchster Berg Brandenburgs, weil der zugehörige Gipfel Heideberg in Sachsen liegt. “Sicher ist sicher”, findet Menzel.

Wer sich an der Finanzierung der Aktion Hagelberg höher beteiligen möchte, der kann das HIER tun.

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