Niemegker Alltag im letzten Kriegsjahr – Ausstellung mit Bildern Hugo Moheits in der Kirche in Niemegk

Niemegk. “Plünderer und Diebe werden erschossen” so steht es an der Hauswand der Niemegker Großstraße. Die Häuser sind Ruinen mit klaffenden Löchern in Dächern und Wänden. Die Straße zeigt eine gespenstische Leere. Es ist der 8. Mai 1945. Der Angriff der Roten Armee auf die Stadt ist gerade vorüber. Hugo Moheit, ein Architekt aus Berlin hat diesen Tag miterlebt und das Erlebte im Bild umgesetzt.

Der pensionierte Berliner Stadtbaurat Hugo Moheit war 1943 wegen der Bombenangriffe auf die deutsche Hauptstadt nach Niemegk evakuiert worden. Hier wohnte der damals 71jährige bis zum Ende des Krieges im Mai 1945. In dieser Zeit malte er begeistert alles, was ihn an dieser Kleinstadt und dem Fläming begeisterte. Dinge, die er aus der Großstadt nicht kannte. Es entstanden Bilder über das Leben der Menschen in der Kleinstadt. Bilder von spielenden Kindern und vom Niemegker Erntefest aber auch Bilder vom nächtlichen Fliegeralarm, dem zerstörten Niemegk und den Flüchtlingstrecks. Einmalige Zeugnisse vom Leben und Erleben der Kriegszeit im Fläming. Im Mai 1945 zog Moheit wieder nach Berlin zurück. Dem damaligen Pfarrer Krolzig schenkte er vor seiner Abreise eine dicke Mappe mit zahlreichen seiner Werke.

Bis November ist die Ausstellung ist in der St-Johannis-Kirche täglich von 9.00 Uhr bis 19:00 Uhr zu besichtigen.

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