Schmerwitz, Cammer. Die Landpartie ist ein Muss. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Angebote, und wer mit offenen Augen durch die Gegend fährt findet auch den einen oder anderen Hof, der nicht im Programm gelistet war, aber trotzdem versuchte die Gäste anzulocken.
Auf Gut Schmerwitz
Neben der Familie Kaplick in Alt Bork, die regelmäßig einlädt, ist das Gut Schmerwitz eines der Höhepunkte am zweiten Juni-Wochenende. Neben den Führungen, unter anderem durch den Hühnerstall und Kremserfahrten, gibt es auf dem Gutsgelände immer ein großes kulinarisches Angebot. Die für ihre Kartoffelpuffer gerühmten Landfrauen sind ebenso dabei wie die Hirschtränke aus Verlorenwasser mit der Erbsensuppe aus der „Gulaschkanone“. In den beiden Scheunen wird gebrutzelt und gegessen. Vieles stammt aus der gutseigenen Produktion.
Auf der Bühne Blasorchester und Tanzeinlagen. Für Unterhaltung war an beiden Tagen des Wochenendes gesorgt. Auf dem Gelände konnte man sich bei der Naturwacht über Fledermäuse informieren, und am Naturparkstand war der Chef persönlich anwesend. Steffen Bohl informierte die Besucher über das Angebot des Naturparks Hoher Fläming. Die Kinder konnten nicht nur in einer Hüpfburg toben, sie konnten sich auch schminken lassen.
Eine Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen ergänzte das Angebot. Etliche hundert Besucher sind in den Wiesenburger Gemeindeteil gekommen.
Cammer
Da waren es in Cammer wesentlich weniger. Renate Heil war trotzdem zufrieden. „33 Besucher habe ich gezählt“, berichtete die Seniorin mit stolz in der Stimme. Sie führte die Gäste durch ihren Garten und die Streuobstwiese und erklärte nebenbei die dort wachsenden Kräuter. Als Zusatzangebot hatte die Cammersche Bockwindmühle geöffnet. Renate Heil ist seit drei Jahren dabei.
In Trebitz konnte man wieder das „Bellwie“ besuchen, laut Eigenwerbung ein Bauernmuseum, allerdings gehört der Hof zu denen, die nicht bei der Landpartie gelistet sind. Im benachbarten Gömnigk konnte die Backschweinscheune besuchen, die ebenfalls nicht unter den Teilnehmern aufgeführt war.
Die Landwirte zwischen Zauche und Fläming nahmen die Landpartie in großer Zahl war. Hier luden 20 Höfe ein und damit mehr als in anderen Landkreisen ein.
Bei einigen Besuchern konnte man leicht kritische Töne vernehmen. „Wir waren Samstag in Groß Briesen und mussten feststellen, dass der Reiterhof nur am Sonntag öffnet“, berichtete eine junge Familie, die dann in Schmerwitz nach Reitmöglichkeiten suchte. Ein älteres Ehepaar, das in Cammer Pause machte, berichtete davon, dass sie auf einem Hof waren, der nur am Samstag geöffnet hatte. „Es müsste deutlicher im Programm vermerkt werden“, wünschte sich der Senior. In beiden fällen nahm man jedoch gern Tipps für besonders schöne Ziele an. Nächstes Jahr wollen alle wieder unterwegs sein.

(Artikelbild: Landpartie auf dem Gut Schmerwitz, Blick auf den Hof)
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