Plötzlicher Herztod – Kardiologen der Klinik Ernst von Bergmann Bad Belzig engagieren sich zu den Herzwochen

Bad Belzig. Im Rahmen der “Herzwochen” lädt die Klinik Ernst von Bergmann Bad Belzig zum Vortrag, zur Besichtigung des Herzkatheterlabors und zu praktischen Reanimationsübungen für Jedermann herzlich ein.

Ablauf des Aktionsnachmittags „Herzwoche“ am Dienstag, 26.11.2019 von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Klinik Ernst von Bergmann Bad Belzig, Veranstaltungsraum 2 in der Ebene 5.

Ablauf:

1. Gesundheitsvortrag „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen – wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod“
Referent: Dr. med. Karsten Haitsch, Chefarzt und Ärztlicher Leiter Zentrum für Innere Medizin

2. Kurzvortrag „Herz-Lungen-Wiederbelebung“ mit Möglichkeit der praktischen Übung der Reanimation unter fachkundiger Anleitung
Referent: Dr. med. Ralf Größle, Chefarzt Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

3. Besichtigung des Herzkatheterlabors mit Erklärungen und Demonstrationen
Michael Kalkofen, Oberarzt, Zentrum für Innere Medizin/Kardiologie

Hintergrund

In Deutschland gibt es jährlich etwa 200.000 Fälle von plötzlichem Herztod, wobei das Risiko mit steigendem Lebensalter zunimmt. Männer sind deutlich mehr gefährdet als Frauen. Bei den meisten Betroffenen war zuvor keine Herzkrankheit bekannt. Das Spektrum der zugrundeliegenden Herzerkrankung ist altersabhängig: Während bei jüngeren Menschen Herzmuskelerkrankungen, aber auch der Missbrauch von Drogen, ursächlich sein können, sind es bei älteren Menschen in erster Linie die koronare Herzkrankheit (KHK) sowie Herzklappenerkrankungen und Herzschwäche.

Häufigster Auslöser für den plötzlichen Herztod ist das Kammerflimmern. Beim Auftreten von Kammerflimmern kommt es zu einem Herz-Kreislaufstillstand, weil sich das Herz bei mehr als 300 Schlägen pro Minute nicht mehr ausreichend mit Blut füllen und somit die Körperorgane nicht mehr mit Sauerstoff versorgen kann. Nur eine sofortige Reanimation mit Herzdruckmassage und Beatmung sowie eine zeitnahe Defibrillation können das Leben des Betroffenen retten.

Eine gesunde Lebensweise sowie eine frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren und auch von Herzerkrankungen zählen zu den besten Strategien, sich vor plötzlichem Herztod zu schützen. Regelmäßige Check-Up-Untersuchungen beim Hausarzt sind zu empfehlen. Bei familiärer Vorbelastung und bei diagnostizierter Herzerkrankung sollten regelmäßige Untersuchungen beim Kardiologen oder Internisten erfolgen.

Bei Notwendigkeit einer stationären kardiologischen Behandlung finden die Bürger der Region Hilfe in der Klinik Ernst von Bergmann Bad Belzig. Im Zentrum für Innere Medizin, unter der Ärztlichen Leitung von Dr. med. Karsten Haitsch, stehen den Patienten alle wichtigen kardiovaskulären Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Dazu zählen EKG, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG (Ergometrie), Langzeit-Blutdruckmessung, Herzultraschall-Untersuchung (Echokardiografie), transösophageale Echokardiografie („Schluckecho“), Stress-Echokardiografie, Kipptischtest, Doppler-/Duplexsonografien der Arterien und Venen, Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiografie) einschließlich interventioneller Behandlungsverfahren wie Ballonerweiterung und Implantation von medikamentenbeschichteten Stents zur Verfügung. Außerdem werden seit 1992 Ein- und Zweikammer-Herzschrittmacherimplantationen vorgenommen und bei Verdacht auf unklare Herzrhythmusstörungen Ereignisrekorder implantiert.

(Ernst von Bergmann Klink Bad Belzig / Damaris Hunsmann / Artikelfoto: © KlinikEvB – Das Team der Kardiologie: Ärztlicher Leiter Zentrum Innere Medizin Dr. med. Karsten Haitsch und sein Team im Herzkatheterlabor (zweiter von rechts)

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