Wiesenburg: Probekochen für Wettbewerb

Wiesenburg. Die Corona Krise hatte auch die Pläne der LAG Fläming-Havel erst einmal über den Haufen geworfen. Ursprünglich wollte man schon im Juni zu einem Kochwettbewerb in die Slowakei. Zu dem seit 2018 bestehenden Kooperationsprojekt, welches mit LEADER-Mitteln gefördert wird, ist nämlich eine Region der Slowakei in der Hohen Tatra dazu gekommen. Die Region der dortigen LEADER-Aktionsgruppe nennt sich “SPIŠ”. Mit den Städten Abrahámovce, Holumnica, Hradisko, Huncovce, Ihľany, Kežmarok, Ľubica, Malý Slavkov, Toporec, Tvarožná, Vlková, Vlkovce, Žakovc ist die LEADER-Region ein Teil des größeren Naturraums  “SPIŠ”. Von den teilweise dort früher siedelnden Deutschen wurde die Region “Zips” genannt. Insbesondere im Raum Brück gibt es eine Reihe von Vertriebenen aus Zips. Deswegen gibt es dort auch die Partnerschaft mit Spiska Bela einem Ort der leider nicht in der Partner-LAG liegt, aber knapp daneben.

Nun steht vom 11. bis 14. September ein neuer Reisetermin fest. Und dafür musste natürlich auch das Gericht für den Wettbewerb probegekocht werden. Das ist wichtig für die Zeitplanung, da nicht genau bekannt ist, wie viel Platz bzw. Kochplatten zur Verfügung stehen. In einer Zusammenkunft im Frühjahr hatten sich die Teilnehmer für ein Spargelfrikassee entschieden. Traditionell auf Feiern findet man im Fläming zwar ein Hühnerfrikassee, aber auf Grund der möglichen heißen Temperaturen entschied man sich für eine Abwandlung. So gibt es dem sogenannten falschen Frikassee mit Spargel, Klößchen und pochiertem Ei.

Anzeigen

Am vergangenen Montag trafen sich nun die Teilnehmer der Fahrt zum Kochen im Wiesenburger Quergebäude. Hans-Joachim Kalkofen hatte alle Vorbereitungen getroffen. So konnten Bärbel Schüler und Eva Loth sofort loslegen mit Kartoffeln und Spargel schälen und Klößchen formen. Die Spargelschalen wurden für Brühe verwendet, aus dem Suppengemüse ein Fond für die Klöße angesetzt. „Laut Wettbewerbsvorschrift darf nichts weggeworfen werden, alles muss Verwendung finden“, so Hans-Joachim Kalkofen. Der ehemalige Küchenchef der Springbachmühle gab diese oder jene Hinweise an die Hobbyköchinnen. „Da hab ich doch wieder was dazu gelernt“, schmunzelt Bärbel Schüler. Besonders interessant fanden Eva Loth und Bärbel Schüler den Trick mit dem pochierten Ei. Einfach aus Frischhaltefolie einen  kleinen Beutel formen, das Ei hinein schlagen, zudrehen und ab ins Wasser damit. Gelingt immer und sicher!

Schließlich wurden auch noch die Teller hübsch angerichtet und dekoriert. Und natürlich hinterher auch aufgegessen. Das kann sich sehen und schmecken lassen, waren sich alle hinterher einig.

Nun müssen für das geplante Kochheft noch Rouladen und Falscher Hase gekocht werden, um Fotos zu haben. Das macht Hans-Joachim Kalkofen privat. Und dann hoffen alle, dass die traditionellen deutschen Gerichte ankommen und man beim Wettbewerb gut abschneidet….

Aufrufe: 0