Bad Belzig: Workshop zur Gestaltung des HeilOrt-Geländes

Bad Belzig. Bevor der HeilOrt in diesem Sommer in die Bauantragsphase des ersten Gebäudes geht, lud die Initiatorin des Projektes Silke Grimm mehrere engagierte Expert*innen aus Architektur, Landschaftsarchitektur, Gartenbau, Geomantie, Feng Shui und Waldbau zu einem Workshop auf das Gelände ein. Deren Fachkompetenz war gefragt, um aus verschiedenen Blickwinkeln und Fragestellungen auf die Geländegestaltung des HeilOrtes zu schauen.

Zuerst stellten die planerisch beauftragten Architekten vom Raumkollektiv Ralf Müller (Hamburg) und Christian Müller-Menckens (Bad Belzig) den aktuellen Stand des Lageplanes vor und vermittelten einen umfassenden Überblick über das ambitionierte Projekt. Die Geomantin und FengShui-Beraterin Birgit Finke (Schöneiche & Bad Belzig) informierte anhand ihrer vorbereiteten Analyse über den Genius Loci – also den Geist des Ortes – und die energetischen Gegebenheiten, die bei der Planung und Bebauung Berücksichtigung  finden sollten.

Als zentrale Frage des Tages kristallisierte sich heraus, wie die Gestaltung des Geländes zur heilsamen Entwicklung und Regeneration von Boden, Flora und Fauna beitragen kann und heilsam für die Natur und die Menschen wirkt. Das wurde aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet und es entspann sich schnell eine anregende und sehr inspirierende Diskussion.

Das Streben nach einer harmonischen Einheit von Architektur und Natur spielt für die Architektin und Dozentin für heilsame Architektur Katharina Brichetti (Borne) eine wesentliche Rolle bei der Planung des Geländes und seiner Wirkensräume.

Die Spezialisten in Garten- und Landschaftsbau Lothar Hammes-Lerch und Jürgen Pflaum  (beide Bad Belzig), David Lipp (Escherode) und der Forstwirt Joachim Niklas (Bad Belzig) gaben wertvolle Anregungen zu verschiedensten ökologischen Aspekten wie Wassermanagement, Regenwassernutzung, Beschattung der Gebäude durch Pflanzen, Bevorzugung heimischer Arten, Pflanzen zur Strukturierung und Modulation des Geländes, sinnvollen Wegeführung und Wegegestaltung sowie der Minimierung von Versiegelung. Sie brachten auch ihre langjährigen Erfahrungen bzgl. der Auswahl von Pflanzen ein, die den neuen  Herausforderungen des Klimawandels im wahrsten Sinne des Wortes gewachsen sind.

Trotz Baugeschehen sollen die Eingriffe in die gewachsene Bodenstruktur behutsam erfolgen. Ein achtsamer Umgang mit den Ressourcen unserer Erde liegt uns allen am Herzen. Dabei wurde auch die visionäre Idee weiterentwickelt, das Gelände des HeilOrtes als verkehrsfreie Zone zu erhalten. So kann die Gestaltung des HeilOrt-Geländes vielleicht auch beispielhaft für so manche Gebietsgestaltung in Bad Belzig und anderswo sein.

Die Landschafts- und Umweltplanerin Birgit Wittenberg (Bad Belzig) beleuchtete Aspekte der gesetzlichen Anforderungen sehr erhellend und Dr. Joachim Niklas (Bad Belzig) konnte seine reichhaltigen Erfahrungen bzgl.des Erhaltes und Umbaus des Waldes beisteuern.

Wie wunderbar, dass wir in unserer Region, darüber hinaus und im Freundeskreis des HeilOrtes auf so viel Fachkompetenz und Unterstützung zurückgreifen können!

(Birgit Finke)

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