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Verlorenwasser: Azubi des Monats März

Bad Belzig/Verlorenwasser. Der Arbeitstag begann für Robert Meißner wie immer, nichts war ungewöhnlich.

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Robert Meißner an der Hobelmaschine

Auch das Drehteam des RBB rief keine Verwunderung hervor, schließlich berichtet der Sender oft über Betriebe aus Brandenburg. Erst, als die Maschinen abgestellt wurden und eine kleine Gruppe Menschen in die Werkstatt der Tischlerei Spatzier kamen, schwante allen, dass es wohl doch kein gewöhnlicher Tag werden würde.

Als dann alle auf Roberts Meißner zugingen, wirkte dieser doch etwas verdutzt. Der 18 jährige ist Lehrling im dritten Lehrjahr und wurde als Azubi des Monats März ausgezeichnet. Steffi Amelang, Abteilungsleiterin Berufsbildung der Handwerkskammer, hatte neben der Urkunde auch Geschenke mitgebracht. Darunter ein T-Shirt mit entsprechender Aufschrift, welches Robert Meißner auch gleich anprobiert hat. So überrascht der junge Mann auch war, so stolz war er am Ende auch. “Das freut mich sehr, heute Abend zu Hause werde ich das gleich überall kommunizieren“, freute er sich.

Vorgeschlagen hatte ihn nicht nur sein Ausbildungsbetrieb selbst, sondern auch das Oberstufenzentrum in Potsdam, wo er seine theoretische Ausbildung absolviert, denn auch dort sind seine Leistungen auf hohem Niveau. Robert Meißner stammt aus Buckau. So waren die Fahrten zum Betrieb als auch nach Potsdam anfangs eine Herausforderung. „Die erste Zeit bin ich mit dem Moped nach Verlorenwasser gefahren“, erzählt er. Jetzt hat er den Führerschein und kann mit dem Auto kommen. Bei den Fahrten nach Potsdam brachte ihn anfangs meist die Mama nach Bad Belzig zum Bahnhof. Von dort aus fuhr er mit dem Zug.

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Kurt Spatzier gibt einen alten Tischlerspruch mit auf den Weg

Jörg und Dirk Spatzier sind stolz auf ihren Lehrling. Im Sommer wird er seine Gesellenprüfung ablegen. Das Gesellenstück ist schon in Vorbereitung – ein ganz besonderes Ehebett soll es werden.

Und was sagen die Kollegen? „Er ist freundlich, höflich, hilfsbereit und ein guter Kumpel“, so das Echo aus dem Kollegenkreis, „man merkt ihm sein Talent an, aus dem wird mal was“.

Schon als Kind begeisterte sich Robert Meißner für Holz. Ein Praktikum bei Spatziers bestärkte seinen Wunsch, Tischler zu werden. Daran erinnert sich auch Melanie Spatzier noch gut. Sie ist in der Tischlerei unter anderem für Personalfragen zuständig. „Nachdem wir erlebten, mit welcher Leidenschaft und mit wie viel Fingerfertigkeit er hier tätig war, haben wir uns eigentlich um ihn beworben – und nicht umgekehrt. Denn wir wollen junge Menschen ausbilden, die auch in unserem Betrieb ihre Zukunft sehen. Robert ist hier aus der Gegend, der kennt sich aus und will nicht gleich nach Lehre wieder weiterziehen“, hofft sie. „Er war unser erster Lehrling, der in der neunten Klasse schon seinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hatte“, ergänzt der Firmenchef.

Auch Seniorchef Kurt Spatzier ließ es sich nicht nehmen, an diesem Tag vor Ort zu sein und Robert Meißner zu gratulieren. Er gab ihm einen alten Tischlerspruch mit auf den Weg:

Das erste Stück, das Dich hegt und wiegt, das letzte Gewölbe, in dem Du liegst, das Fenster, die Tür, der Tisch, der Stuhl, das Bett, der Schrank – ist alles vom Tischler – sage ihm Dank.

Auch wie es weiter geht, ist für Robert Meißner schon klar. Er will gleich anschließend an die Ausbildung seinen Meister machen. Auch dabei kann er sich der Unterstützung seines Ausbildungsbetriebs gewiss sein.

 

 

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