Kommunalwahl, kreistag bad belzig,landkreis potsdam-mittelmark, gemeindevertretung Wiesenburg/Mark,benken,BVB freie wähler

Benken: Rita Neumann kandidiert dreifach

Benken. Seit ihrem 18. Lebensjahr ist Rita Neumann aus Benken ehrenamtlich als Kommunalvertreterin tätig. Jetzt kandidiert sie erneut für Ortsbeirat, Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark und den Kreistag.

Erzählen Sie den Wählern kurz etwas über sich.

Rita Neumann: Ich bin seit der Kindheit mit dem Fläming eng verbunden, denn ich bin hier geboren. Gemeinsam mit Eltern, Großeltern und drei Schwestern wuchs ich auf einem Bauernhof in Benken auf. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder zur Welt gebracht. Meine Lehre zum Kaufmann für Land- und Nahrungsgüterwirtschaft absolvierte ich im damaligen VEG Schmerwitz, später studierte ich Finanzökonomie und Landwirtschaft.

Man kennt Sie als „Macherin“ auf dem Gut Schmerwitz ….

Rita Neumann: Ich war mein ganzes Arbeitsleben dort beschäftigt,  war Hauptbuchhalterin und nach der Wende Prokuristin und stellvertretende Geschäftsführerin. Zusätzlich qualifizierte ich mich zur Biobäuerin nach Demeter-Standard. Mit der Übernahme des Gutes durch die Familie Schoonhoven wurde ich Betriebsleitern und hatte das Privileg, den Betrieb, natürlich nach Absprache, neu zu strukturieren.

Aber auch in der Kommunalpolitik sind sie seit langem aktiv …

Rita Neumann: Seit meinem 18. Lebensjahr bin ich gesellschaftlich und politisch aktiv. Ich war ehrenamtliche Bürgermeisterin in Benken, nach der Bildung der Großgemeinde Wiesenburg/Mark Ortsvorsteherin, Mitglied der Gemeindevertretung bis heute, seit 2014 Kreistagsabgeordnete.

Nehmen Sie uns kurz mit in die Zeit nach der Wende:

Rita Neumann: Das war schon eine schwierige Zeit, auch als Ortsvorsteherin. Jeder hatte so seine Probleme, und man hat versucht, auf alle erdenkliche Weise zu helfen. Außerdem musste man sich ja selbst erst einmal zurechtfinden.

Bis 2019 waren Sie Ortsvorsteherin, dann haben Sie diese Aufgabe abgegeben – warum?

Rita Neumann: Ich wollte die Geschicke des Ortsteils in jüngere Hände geben. Irgendwann braucht es neue Ideen, neuen Input. So soll ein Zusammenhalt aller im Ort geschaffen werden.

Jetzt kandidieren sie wieder, wobei Ihnen das Kreistagsmandat besonders am Herzen liegt, warum gerade dieses?

Rita Neumann: Ich habe früher über die Liste „Freie Bürger und Bauern“ kandidiert. Die haben aber dieses Jahr keine Liste, was ich nicht wirklich verstehen kann, sind doch die Probleme in der Landwirtschaft in allen Bereichen sehr groß. Da es aber schon immer eine gemeinsame Fraktion und eine gute Zusammenarbeit mit BVB/Freie Wähler gab, habe ich mich über diese Liste aufstellen lassen. Ich möchte in meiner Arbeit parteipolitisch unabhängig sein. Ich denke, gerade im Kreistag kann man noch mehr bewegen und das in allen Bereichen.

Nennen Sie uns einige Dinge, für die Sie besonders einstehen:

Rita Neumann:  Da ist zum Beispiel der  Erhalt unseres Krankenhauses in Bad Belzig und die Ansiedlung von mehr Ärzten, denn immer wieder sprechen mich Bürgerinnen und Bürger an, dass sie schwer oder sogar keinen neuen Hausarzt oder Zahnarzt finden, wenn ihre Praxen schließen. Ein Radweg zwischen Bad Belzig und Görzke wäre ein Traum, ist diese Straße doch sehr befahren. Aber da weiß ich auch, dass das nicht so schnell gehen wird. In Benken möchte ich mich besonders engagieren für die Erneuerung der Einfahrt zum Dorfgemeinschaftshaus und die Neugestaltung des Vorplatzes. Außerdem ist die Vernetzung untereinander wichtiger denn je. Nur so können neue Kontakte geknüpft und ein Austausch untereinander gefördert werden. Oft entstehen in gemeinsamen Gesprächen neue Ideen, die gemeinsam umgesetzt werden können und müssen.

Kommunalwahl, kreistag bad belzig,landkreis potsdam-mittelmark, gemeindevertretung Wiesenburg/Mark,benken,BVB freie wähler
Werner Vogel, Rita Neumann, Klaus Neumann vor dem Backofen

Aber Sie sind auch in anderen Bereichen ehrenamtlich tätig?

Rita Neumann: Ja, zum Beispiel im Landfrauenverband. Ich bin Gründungsmitglied der neuen Ortsgruppe in Wiesenburg/Mark. Unsere erste Großveranstaltung war das Backofenfest im vergangenen Jahr auf dem Neumann-Hof. Da gab es viele positive Reaktionen. Die zweite Veranstaltung, die wir organisiert haben, war die Frauenkonferenz in diesem Frühjahr in Wiesenburg.

Eigentlich könnten Sie einen ruhigen Lebensabend verbringen, denn Sie sind im Ruhestand, warum engagieren Sie sich immer weiter?

Rita Neumann: Wenn man von je her ehrenamtlich tätig war, kann man gar nicht anders. Da ist es selbstverständlich, sich einzubringen, ja eine Herzenssache. Außerdem gibt mir das Ehrenamt die Chance, etwas zu bewegen, gesellschaftliche Prozesse mitzugestalten und damit etwas Sinnvolles für die Gesellschaft und auch für mich selbst zu tun.

Man sieht von Ihnen nirgends Wahlplakate hängen …..

Rita Neumann: Das hat mehrere Gründe. Ich kann nicht auf der einen Seite für Umweltschutz stehen und auf den anderen Ressourcen für Papier und anderes Material verschwenden. Außerdem sehe ich die vielen Plakate auch als Ablenkung für die Autofahrer. Es gibt andere Möglichkeiten, Wahlkampf zu führen und sich den Wählern vorzustellen.

Views: 52

2 Kommentare

  1. Ja,so kenne ich dich.Immer aktiv.Du bist immer hilfsbereit. DU bist für solche Aufgaben geschaffen. Mögen deine Wünsche in Erfüllung gehen.Ich drücke dir die Daumen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Login